Indien - Einheimsche beim Wasser holen
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Reise Blog Indien

Unsere Expertin Romy unterwegs in Südindien -
Teil 3: Kerala und Stopp-Over in Bahrein

Ein neuer Tag, ein neues Ziel: Heute verlasse ich den Bundesstaat Tamil Nadu und erreiche Kerala. Schlagartig ändert sich der Ausblick aus dem Fenster. Überwiegten bisher teils mittelalterliche Eindrücke, sind die Straßen nun sauberer, die Häuser größer und alles ein bisschen geordneter.

Kerala gilt als der reichste Bundeststaat Indiens, was sich unübersehbar bemerkbar macht. Es wird bergiger. Das Auto schlängelt sich die Serpentinen hinauf nach Periyar.

Periyar wirkt recht verschlafen und gemütlich. Die Luft ist merklich kühler und erfrischender - nach Tagen im indischen Großstadtgewusel eine willkommene Abwechslung. Auf den umliegenden Plantagen werden allerlei indische Gewürze, Kaffee und Kakao angebaut. In Abraham’s Spice Garden tauche ich ein in die Welt der Aromen. Auf dschungeligen Pfaden geht es vorbei an Muskat, Pfeffer, Basilikum, riesigen Limonen, Chilis, Kakao und Kaffee. Am Ende bin ich ganz betört vom Probeschnuppern. Wer möchte, kann sich in den umliegenden Geschäften aus erster Hand mit frischen Gewürzen für zu Hause eindecken.

Indien - Periyar

Nun neigt sich meine Südindienreise schon fast dem Ende zu. Die letzte Etappe führt mich schließlich an die Westküste, nach Kochi. Bis dahin sind es allerdings noch etwa 6 Stunden Fahrt. Als Snack für unterwegs kaufe ich schnell noch eine Tüte Bananenchips. Dafür werden Bananen in dünne Scheiben gehobelt und frittiert. Dann geht es durch Teeplantagen die Serpentinen wieder hinunter. Normalerweise habe ich keinen empfindlichen Magen, aber mir wird es mit der Zeit doch leicht übel. Meine Reiseleiterin hat das perfekte Gegenmittel parat. Wir halten an einem kleinen Restaurant für einen Schwarztee mit Ingwer. Ingwer soll ja auch gut bei Seekrankheit helfen. Der Tee zeigt auch schon kurze Zeit später Wirkung, so dass ich den Rest der Fahrt wieder genießen kann. Es wäre auch zu schade, das Panorama der endlosen Teefelder gespickt von Bäumen mit fuchsiaroten Blüten unbeachtet an sich vorbei ziehen zu lassen. Ich erfahre, dass eine Teepflanze maximal 80 Jahre alt wird, aber erst mit einem Alter von 5 Jahren das erste Mal geerntet werden kann, dann aber alle 2-3 Wochen.

Wie immer gibt es Überraschungen. Diesmal staune ich nicht schlecht, als ein Elefant quasi an mir vorbei fliegt. Als ich genauer hinschaue sehe ich, dass er auf einem Anhänger steht und mit dem Auto transportiert wird. Er macht zumindest den Eindruck als würde es ihm nichts ausmachen.

Indien - Teeplantagen bei Periyar

Gegen Mittag kommen wir in Kochi an, wo ich mir nochmals eine Prise Meeresluft um die Nase wehen lasse und fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte genieße. Kochi gefällt mir besonders gut. Die Stadt wirkt sehr entspannt. Die Straßen werden gesäumt von kleinen Läden und ausladenden, schattenspendenden Baumkronen. Hier spaziere ich tatsächlich im Sinne von bummeln die Uferpromenade entlang. Auf der Meerseite wird sie von den typisch chinesischen Fischernetzen gesäumt, die an Holzgerüsten befestigt sind. Besonders schön ist das Panorama zu Sonnenuntergang. Auf der anderen Seite bieten kleine Marktstände frischen Fisch, Obst, Gemüse, Eis und kleine Souvenirs an. Ich besuche auch die St. Francis Kirche, in der einst der Seefahrer Vasco da Gama beigesetzt wurde.

Indien - Strand in Kochi

Am Abend lasse ich es mir nicht entgehen, eine Kathakali Tanzaufführung anzusehen. Die Schauspieler sind ausschließlich Männer, die auch die weiblichen Rollen übernehmen. Ähnlich der berühmten Peking-Oper tragen die Darsteller ausladende Kostüme und sehr farbenfrohes, maskengleiches Make-Up. Den Darstellern kann vor der eigentlichen Tanzaufführung sogar beim Schminken über die Schulter gesehen werden. Die eigentliche Aufführung ist überraschend exzentrisch bis humorvoll, wobei die pantomimischen Hand- und Augenbewegungen ähnlich des klassischen indischen Tanzes essentiell für das Verständnis sind. Für Touristen ist eine Kurzversion mit begleitenden Erklärungen am interessantesten.

Indien - Vorbereitung auf Kathakalitanz

Nach einer eindrucksvollen Woche heißt es nun leider Abschied von Indien zu nehmen. Von Kochi aus fliege ich zurück nach Frankfurt. Nicht aber, ohne bei der Gelegenheit noch einen Stop-Over in Bahrein einzulegen.

Nach knapp 5 Stunden Flug finde ich mich in einem komplett anderen Kulturkreis wieder. Die indische Schwüle weicht einer trockenen Hitze von rund 40°C, statt grün sind beige und blau nun die dominierenden Farben. Das Königreich Bahrein verteilt sich auf 33 Inseln im arabischen Golf. Im Osten grenzt es an Saudi Arabien und im Osten an Katar. Von der Fläche her ist es etwas kleiner als das Hamburger Stadtgebiet. Die Hauptstadt hört auf den klangvollen Namen Manama, deren Skyline wie in den Arabischen Emiraten von modernen und architektonisch interessanten Hochhäusern dominiert wird. Insgesamt ist Bahrein aber um einiges natürlicher und unaufgeregter als die schillernden Emirate. Bei einer Stadtrundfahrt sehe ich den Souk. In den Basarstraßen der Stadt werden orientalische Gewürze, Gold und Stoffe neben allerlei Alltagsgegenständen feil geboten. Zur Mittagszeit geht es hier äußerst bedächtig zu. Außerdem besuche ich die örtliche Al-Fatih-Moschee und das Fort von Bahrein, eine bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte. Nicht erwartet hatte ich, dass sich inmitten des Stadtgebietes auf mehreren Quadratkilometern tausende Hügelgräber erstrecken. Es sollen bis zu 170.000 sein. Nach einem opulenten arabischen Abendessen geht es noch in der Nacht zurück nach Frankfurt.

Bahrein - Hügelgräber in Manama

Mein Fazit: Südindien ist vielfältig, herzlich und immer wieder überraschend. Die Hotels sind noch nicht so opulent und luxuriös wie im Norden, überzeugen dafür mit Flair, Lokalkolorit und Gastfreundschaft. Einige Eindrücke kann man nicht in Worte fassen, sondern muss sie selbst erleben. Ich werde mit Sicherheit wiederkommen, denn es gibt noch so viel zu entdecken.

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