Liebesbeweis aus Marmor - Das Taj Mahal

 

Liebesbeweis aus Marmor: Das Taj Mahal

Wer kennt es nicht? Das Taj Mahal ist der Traum vieler Indienreisender. Es ist ein Meisterwerk der Architektur und einer schönsten Liebesbeweise aller Zeiten.

Das Taj Mahal ist nicht nur ein Muss für die meisten Indienreisenden, es ist auch das Ziel vieler frischvermählter indischer Paare: Ein Besuch des Marmormausoleums soll die Liebe füreinander stark und beständig machen – so wie die Liebe von Shah Jahan, der das Bauwerk einst zu Ehren seiner verstorbenen Frau Mumtaz Mahal errichten ließ.

Das Taj Mahal: die Geschichte einer Liebe

Shah Jahan herrschte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von Agra aus über das Mogulreich. Bereits vor seiner Thronbesteigung heiratete er die Prinzessin Arjumand Banu Begum, die heute nur noch unter dem Namen Mumtaz Mahal – „die Auserwählte des Palastes“ – bekannt ist.

Mumtaz Mahal war zwar bereits Shah Jahans dritte, wurde jedoch zu seiner liebsten Ehefrau. Sie begleitet ihren Mann auf Reisen durch das ganze Imperium und gebar ihm viele Kinder. Vor ihrem Tod soll sie Shah Jahan vier Versprechen abgenommen haben: dass er die Kinder gut behandeln und wieder heiraten solle sowie dass er ihr ein Mausoleum errichten lasse und es an ihrem Todestag besuche.

Bei der Geburt des 14. Kindes verstarb Mumtaz Mahal im Alter von 39 Jahren. Bereits kurz nach dem Tod seiner Frau begann Shah Jahan mit dem Bau des Taj Mahals.

Meisterwerk der Mogularchitektur

Das Taj Mahal wurde jedoch nicht hauptsächlich wegen seiner anrührenden Geschichte einer Liebe, sondern seiner meisterhaften Architektur weltberühmt. Als eines der herausragendsten Beispiele der Mogularchitektur wurde es 1983 in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen.

Das Monument vereint Einflüsse aus der persischen, indischen und islamischen Architekturtradition. Im Taj Mahal hinterließen nicht nur indische Meister, sondern auch Bildhauer aus dem zentralasiatischen Buchara und  Kalligraphen aus Syrien und Persien ihre Spuren. Insgesamt arbeiteten über 20.000 Handwerker rund 17 Jahre lang mit Material, das 1.000 Elefanten teils von weit her antransportierten, ehe das weiße Marmormausoleum sich schließlich gen Himmel erhob.

Die symmetrisch zueinander angelegten Gebäude der Moschee und des Gästehauses aus rotem Sandstein wurden noch nachträglich hinzugefügt. Nicht nur hier spielt Symmetrie eine Rolle, sie ist ein zentrales Element im ganzen Komplex des Taj Mahals. Eines der wenigen asymmetrischen Elemente ist der Sarg von Shah Jahan, der nach seinem Tod hinzugefügt wurde. 

Das Farbenspiel des Taj Mahals

Von Weitem beeindruckt das Taj Mahal durch seine perfekt symmetrisch angelegte Anlage, vor allem aber durch den strahlenden Marmor. Dieser verändert je nach Lichteinstrahlung seine Farbe: Im sanften Morgenlicht hat er einen leichten Rosaschimmer, bei Sonnenuntergang wird er in feurige Rottöne getaucht. Im Licht des Vollmonds erhält das Taj Mahal gar einen leichten Silberschimmer.

Es lohnt sich, das Gebäude zu verschiedenen Tageszeiten zu besuchen, vor allem jedoch ist es ratsam, auf den Morgen oder Abend auszuweichen, um den Scharen der Tagestouristen zu entgehen.

Eine Verfärbung des Taj Mahals, die für wenig Freude sorgt, ist der Gelbstich, den der Marmor aufgrund von Umweltbelastungen in den letzten Jahren immer mehr annimmt. Um das Monument zu schützen, dürfen deshalb seit 2007 im Umkreis von zwei Kilometern um das Taj Mahal keine Autos und Busse mehr fahren. Zum Taj Mahal gelangt man seither nur mit Pferdekutschen oder Elektrofahrzeugen.

Liebe zum Detail

Vom Taj Mahal kennt man hauptsächlich Aufnahmen in der Totale, die die Symmetrie des Komplexes zur Geltung bringen. Wie viel Arbeit in jedem kleinsten Teil des Grabmals steckt, erkennen viele Besucher erst, wenn Sie vor Ort sind: 28 Arten von Edelsteinen und Halbedelsteinen zieren das Gebäude, im Inneren erstrecken sich Fliesen mit geometrischen Mustern, feine Blumenornamente zieren die Wände.

Das Taj Mahal ist eben ein Werk der Liebe – und die findet sich in jedem Detail.

Am schönsten hat es vielleicht der englische Dichter Sir Edwin Arnold beschrieben. „Das Taj Mahal ist nicht einfach ein Stück Architektur wie andere Gebäude, sondern die stolze Leidenschaft der Liebe eines Herrschers, eingearbeitet in lebende Steine.“

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