Kumbh Mela - Baden mit 30 Millionen Menschen

 

Kumbh Mela: Baden mit 30 Millionen Menschen

Vom 15. Januar bis zum 5. März  strömen wieder Millionen von Pilger und Touristen nach Allahabad in Indien. Dann findet dort die Kumbh Mela statt, das größte religiöse Fest des Hinduismus und der Welt.

Hintergrund des Festes ist eine Legende: Am Anfang der Zeit quirlten Dämone (Asuras) und Götter (Devas) gemeinsam den Milchozean (Samudra Manthana), um den göttlichen Nektar der Unsterblichkeit (Amrit) zu gewinnen. Dhanvantari, der Arzt aller Götter, trug den Nektar schließlich in einem runden Topf aus dem Milchozean. Doch der Streit zwischen den Göttern und den Dämonen entbrannte und dabei fielen vier Tropfen des Unsterblichkeitsnektars aus dem Krug auf die Erde. 

Beim "Fest des Kruges" flippen die Menschen regelmäßig aus

So will es die Legende, dass an diesen vier Stellen, an denen heute die Orte Allahabad, Haridwar, Ujjain und Nasik liegen, regelmäßig die Kumbh Mela stattfindet, das "Fest des Kruges". Und zwar immer dann, wenn Jupiter, Sonne und Mond in einer bestimmten Konstellation zueinander stehen. Das ist alle drei Jahre der Fall - in jedem der vier Städte wird Kumbh Mela also alle zwölf Jahre gefeiert. Wobei "feiern" beinahe untertrieben ist: Wenn die Menschenmassen - es werden über 30 Millionen Besucher erwartet! - in den heiligen Fluss Godavari in Allahabad strömen, um sich von ihren Sünden zu befreien, wird das von einer bombastischen Show begleitet, die Menschen flippen aus und geben sich andächtigen Gesängen hin. Gleichzeitig werden auch Podien gehalten, der Dalai Lama spricht und es wird Politik gemacht.

Seit Jahrhunderten ein Magnet für Gläubige

Gefeiert wird die Kumbh Mela schon lange: Die ersten schriftlichen Erwähnungen finden sich in den Aufzeichnungen des chinesischen Reisenden Xuanzang im 7. Jahrhundert. Er beobachtete Hindus, Buddhisten und Jaina-Mönche am Triveni, wo sich Ganges und Yamuna treffen. Seitdem strömen zu jeder Kumbh Mela mehr und mehr Menschen - außer 1822, als wegen einer Pilgersteuer viele Besucher fern blieben. 1918 waren es drei Millionen, 1989 schon 15 Millionen und zuletzt im Jahr 2013 badeten geschätzt 34 Millionen Menschen am Hauptbadetag, dem Mauni Amavashya (Neumondtag im Januar), in Allahabad.

Mit Lendenschurz und Asche "bekleidet"

Neben den Waschungen ist die Versammlung der heiligen Mönche Sadhus aus den entlegendsten Orten Indiens die Hauptattraktion. Für viele hinduistische Orden ist die Kumbh Mela zudem der Ort für Einweihungen und Aufnahmen von Schülern in ihre Gemeinschaft. Die ersten Waschungen sind traditionell den Naga Babas vorbehalten. Das sind Sadhus, die nur mit einem Lendenschurz und heiliger Asche "bekleidet" sind. Manchmal kommt es zu Kämpfen zwischen den Naga Babas und Pilgern, die vor ihnen ins Wasser wollen.

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